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Michelle Roth
2022-08-10 14:15 • 5 Minuten Lesezeit

Wie man schlechte Nachbarn zu guten Nachbarn macht

Du hast unangenehme Nachbarn und weißt nicht wie du vorgehen sollst? Hier bieten wir dir die Lösung

Der Umgang mit unangenehmen Nachbarn ist eine heikle Angelegenheit. Hier erfährst du, wie du die Situation in deiner Nachbarschaft verbessern könntest.

Mit unangenehmen Nachbarn umzugehen, kann eine große Herausforderung sein. Es gibt nichts Schlimmeres, als ein Haus zu kaufen und dann festzustellen, dass man Albtraumnachbarn hat. Aber du musst das unerwünschte Verhalten deiner Nachbarn oder die Spannungen in deiner Nachbarschaft nicht einfach hinnehmen. Mit der richtigen Herangehensweise kannst du das Problem in eine Chance verwandeln, eine gute Beziehung aufbauen. Einmal eine gute Beziehung aufgebaut, kannst du ein positiveres Umfeld für dich und den Rest deiner Nachbarschaft schaffen.

So gehst du mit schlechten Nachbarn um

Reflektiere dich zunächst selbst, bist du vielleicht der schlechte Nachbar?

Es ist leicht zu erkennen, was dein Nachbar tut, um dich in den Wahnsinn zu treiben, aber es ist etwas schwieriger zu verstehen, wie sich dein Verhalten auf ihn auswirken könnte. Du wirst einen Nachbarn nie dazu bringen sich zu bessern, wenn er denkt, dass du das Problem bist. Du solltest also sicherstellen, dass du so nah wie möglich an einem vorbildlichen Hausbesitzer bist, bevor du ihn ansprichst. Ein paar schwierige Fragen, die du dir stellen solltest sind:

· Respektierst du die Grundstücksgrenzen? Lass nicht zu, dass deine Bäume, Zäune oder anderes Eigentum eine Grundstücksgrenze überschreiten, es sei denn, deine Nachbarn haben ausdrücklich ihr Einverständnis dazu gegeben. Das mag pingelig erscheinen, kann aber alle Arten von Streitigkeiten verhindern.

· Wie hoch ist dein Lärmpegel? Lautes Fernsehen, laute Musik oder laute Geräte können die Nachbarn zu jeder Tageszeit in den Wahnsinn treiben. Aber auch normaler Lärm, z. B. vom Rasenmähen, sollte sie morgens nicht aufwecken oder an einem ruhigen Abend stören.

· Hältst du alles ordentlich? Wenn dein Rasen überwuchert ist oder die Spielsachen deiner Kinder überall verstreut sind, kann das zu einem Schandfleck werden. Die Nachbarn könnten sich Sorgen machen, dass dein schlechter Pflegezustand den Wert ihres Hauses herunterzieht.

· Sind deine Haustiere ruhig und freundlich? Laute, bedrohliche oder umherstreunende Hunde - und sogar umherstreunende Katzen - können zu einem wunden Punkt für die Nachbarn werden.

· Spielst du auf Kosten der anderen? Wenn du anfängst, über die Grundstücksgrenze hinaus zu parken, weil ihr Hund zu viel bellt, werdet ihr nie herausfinden, wer wirklich im Unrecht war, geschweige denn eine Lösung finden. Rache, auch wenn sie noch so klein ist, ist nie erfolgreich im Umgang mit unbeliebten Nachbarn.

Wenn du dir sicher bist, dass du dich nicht wie ein unangenehmer Nachbar verhältst, kannst du auf deinen Nachbarn zugehen und mit ihm darüber sprechen, was dich stört.

Reflektierende Person

Baue eine freundschaftliche Beziehung auf

Eine Kantar EMNID-Umfrage im Auftrag der Vonovia hat ergeben, dass sich die Mehrheit der Deutschen ein freundschaftliches Nachbarschaftsverhältnis wünschen. Stelle dich bei der ersten Gelegenheit vor, damit du eine gute Beziehung aufbauen kannst. 87% der Befragten äußerten den Wunsch, von den Nachbarn begrüßt zu werden. Begrüße deine Nachbarn gelegentlich, dies sorgt für eine freundschaftliche Beziehung. Wenn dein Nachbar dich als freundlich wahrnimmt, wird es für ihn viel schwieriger sein, dich weiter zu ärgern.

Um eine gute Kommunikation aufzubauen, solltest du deine Nachbarn im Voraus informieren, wenn du eine Party veranstaltest, eine Renovierung durchführst oder etwas anderes planst, das Lärm oder Unruhe verursachen könnte.

Wand mit Schriftzug "Willkommen"

Habe Verständnis bei Beschwerden deines Nachbars

Es ist zwar wichtig, Probleme mit deinem Nachbarn auf konstruktive Weise anzusprechen, aber genauso wichtig ist es, rücksichtsvoll und kooperativ zu sein, wenn du derjenige bist, dem schlechtes Verhalten vorgeworfen wird. Die Beschwerde mag für dich nicht viel Sinn ergeben, zum Beispiel, wenn Blätter von einem Baum auf deinem Grundstück in den Garten deines Nachbarn fallen. Aber es ist wichtiger, freundlich und entgegenkommend zu sein, als "Recht" zu haben. Reagiere auf Beschwerden oder Anfragen so, wie du möchtest, dass man auf deine reagiert. Wenn du bereit bist, zu versuchen, das Leben deiner Nachbarn zu verbessern, werden sie eher bereit sein, das Gleiche für dich zu tun.

Gehe von gutem Vorhaben aus

Schieße nicht mit Kanonen auf Spatzen, wenn du einen Nachbarn darauf ansprichst, was dich stört. Komm vorbei und sprich das Thema freundlich an. Willst du die Situation sanft eskalieren, lade deinen Nachbarn auf einen Kaffee zu dir ein. Damit zeigst du, dass das Problem für dich eine große Sache ist.

Nachbarn sind sich oft nicht bewusst, dass sie ein Problem verursachen, somit ist es am besten den Eindruck zu vermeiden, dass du sie beschuldigst. Versetze dich in ihre Lage und gehe zunächst davon aus, dass ihr problematisches Verhalten nicht aus bösem Willen dir gegenüber geschieht.

Für den Fall der Fälle, dokumentiere

Wenn du Glück hast, wirst du nie einen Dritten einschalten müssen, aber es kann passieren. Es lohnt sich zwar, alles zu tun, was du kannst, um ein Problem friedlich und freiwillig zu lösen, aber du solltest auch jeden Schritt auf dem Weg dorthin dokumentieren, nur für den Fall. Es kann sein, dass du eine Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG), eine Nachbarschaftsgruppe, die städtische Baubehörde oder sogar die örtliche Polizei oder einen Anwalt einschalten musst. Ist dies der Fall, solltest du alle relevanten Daten, wie z. B. Uhrzeiten, E-Mails, Texte und sogar Fotos aufzeichnen, damit du die Fakten bei Bedarf sofort zur Hand hast.

Schriftliche Dokumentation

Mach dich über Vorschriften schlau, bevor du Maßnahmen ergreifst

Bevor sich deine Beschwerde in ein Gerichtsverfahren oder eine formelle Klage umwandelt, solltest du sicherstellen, dass du weißt wovon du sprichst. Wende dich an das örtliche Wohnungsamt, konsultiere einen Anwalt, sprich mit deiner Wohnungsbaugesellschaft oder google einfach ein wenig. Auf diese weiße entwickelst du ein Gefühl dafür, was die Regeln deiner Nachbarschaft und die Gesetze zu deinem Problem sagen. Du willst sichergehen, dass du auf der richtigen Seite stehst, bevor du eine große Sache daraus machst. Dann kannst du deinen Nachbarn, wiederum auf sanfte und freundliche Weise darauf hinweisen, dass das Gesetz oder die Regeln auf deiner Seite sind.

Richterhammer

Wende dich bei Problemen an die Behörden

Natürlich lassen sich mit freundlichen Gesprächen nicht immer alle Probleme lösen, selbst wenn du im Recht bist. Wenn du alles andere versucht hast und die problematischen Nachbarn ihr Fehlverhalten nicht ändern, ist es vielleicht an der Zeit, die Behörden einzuschalten. Vergewissere dich, dass du dich an die richtige Behörde wendest und lasse die Polizei immer die letzte Instanz sein. Zum Beispiel kann ein lärmender oder häufig freilaufender Hund eher einen Anruf bei deiner Wohnungseigentümergemeinschaft rechtfertigen, bevor du die Polizei oder den Tierschutz einschaltest.

Links ein Ordnungsamtwagen und rechts ein Polizeiauto

Konfliktsituationen solltest du vermeiden

Bei einigen Situationen zwischen Nachbarn ist Stress vorprogrammiert, z. B. wenn du ein Haus neben einem Haus kaufst, das Anzeichen von Hamsterkäufen aufweist, oder wenn ihr eine gemeinsame Einfahrt habt. Ganz gleich, wie sympathisch deine Nachbarn auch sein mögen, in solchen Situationen sind Spannungen fast garantiert. Wenn du deine Nachbarn nicht sehr gut kennst, solltest du diese Möglichkeiten am besten ganz vermeiden.

Puppe beim Würgen einer anderen Puppe

Bei Problemen mit den Nachbarn ist eine freundliche und entgegenkommende Herangehensweise angebracht, ist dies nicht der Fall, wirst du damit nichts erreichen und das Nachbarschaftsverhältnis bleibt unangenehm. Reagiere auch auf seine Beschwerden, so wie du möchtest, dass dein Nachbar auf deine reagiert. Auf diese Art sorgst du für ein freundlicheres Verhältnis zu deinen Nachbarn und ein positiveres Umfeld.

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