Wohnungsbesichtigung
Kay Meyer
2021-12-29 14:14 • 2 Minuten Lesezeit

Wohnungsbesichtigung trotz Corona möglich?

Die Corona-Pandemie beschäftigt uns leider weiterhin. Ob und unter welchen Bedingungen Wohnungsbesichtigung aktuell möglich sind, erfährst du in diesem Artikel.

Ja! Denn laut dem Gesetz zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes, welches im November 2021 wirksam wurde, gelten Immobilienbesichtigungen nicht als private Zusammenkünfte. Berechtigterweise wurde die Wohnungssuche als eine notwendige Versorgungsleistung eingestuft, die für die meisten Menschen von äußerster Dringlichkeit ist. Dennoch ist es ratsam bei allen Wohnungsbesichtigungen eine 2G oder zumindest eine 3G-Regelung einzuführen um den Schutz der Interessenten zu gewährleisten. Falls du zu einer Gruppenbesichtigung eingeladen wurdest, erscheine unbedingt alleine zum Besichtigungstermin und halte deine Covid-Dokumente bereit. Allerdings solltest du, wenn überhaupt, auf eine Einzelbesichtigung ohne Vermieter oder Makler beharren. Dies kann durch das Anbringen einer Schlüsselbox vor der Wohnungstür, wie bei einem Airbnb, ermöglicht werden.

Auf folgende Maßnahmen kannst du dich während einer Corona Gruppen-Wohnungsbesichtigung oder Einzelbesichtigung mit Makler/Vermieter/Bewohner einstellen:

1. Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln

  • Hände desinfizieren beim Eintreten
  • Evtl. Desinfizieren von Schlüssel und Türknäufen
  • Kein Händeschütteln
  • Mindestabstand von 1,5 m wenn möglich
  • Tragen einer medizinischen Maske
  • Evtl. Tragen von Einweghandschuhen

2. Ausfüllen eines Anwesenheitsdokuments

  • Angabe von Name, Telefonnummer, Adresse
  • Dies dient dem Makler/Vermieter zur direkten Kontaktaufnahme mit dir falls jemand nach der Besichtigung positiv auf Covid-19 getestet wurde

Bitte behalte jedoch im Hinterkopf, dass sich die Corona-Maßnahmen ständig ändern. Ein weiterer Lockdown und neu verhängte Kontaktbeschränkungen könnten eventuell die Regeln für Wohnungsbesichtigungen schlagartig ändern.

Muss ich Wohnungsbesichtigungen zulassen?

Du hast deine Wohnungskündigung bei deinem Vermieter eingereicht und bist bereit ein neues Kapitel zu beginnen. Doch aufgrund der einzuhaltenden Kündigungsfrist oder weil deine neue Bleibe noch nicht bezugsfertig ist, musst du noch eine Weile mit dem Umzug warten. Jedoch möchte dein Vermieter nach deinem Auszug eine nahtlose Übergabe an den neuen Mieter. Dies setzt jedoch voraus, dass bereits Besichtigungen stattfinden während du noch in der Wohnung wohnst. So oder so schon eine lästige Angelegenheit, ganz besonders aber in Zeiten von Corona. Nun stellst du dir sicher die Frage: Muss ich Wohnungsbesichtigungen während einer Pandemie zulassen?

Die Antwort lautet: Jein. Einerseits bist du als Mieter durch deinen Mietvertrag verpflichtet Wohnungsbesichtigungen durch den Vermieter und Interessenten zuzulassen. Andererseits kann dich während einer Pandemie niemand dazu zwingen deine Gesundheit aufs Spiel zu setzen. Wir raten dir auf jeden Fall eine 2 oder 3G-Regelungen für die Besichtigungen einzuführen und offen und ehrlich mit deinem Vermieter zu kommunizieren. Falls du zu einer Risikogruppe gehörst, solltest du aber keinesfalls Besichtigungen in Person zulassen.

Um deinen Vermieter dennoch bei der Suche eines zukünftigen Mieters zu unterstützen, kannst du auf folgende Methode zurückgreifen:

Fotos, Videos, 360°-Rundgänge als Wohnungsbesichtigung während Corona

Um die Anzahl an Wohnungsbesichtigungen zu reduzieren, oder sie vollkommen digital durchzuführen, kannst du (oder der Makler/Vermieter) deine aktuelle Wohnung ausgiebig fotografieren. Wenn du die Fotos selber schießt, achte auf ausreichend Licht und eine gute, scharfe Bildqualität. Da die Interessenten nicht selber ausmessen können, solltest du noch genaue Abmessungen der Wände, Möbel etc. mitschicken.

Eine andere Methode ist es den Wohnungssuchenden per Videotelefonie durch die Wohnung zu führen, dies ermöglicht es dem Interessenten eventuelle Fragen zur Wohnung zu klären. Natürlich erklärt sich aber nicht jeder dazu bereit, da dies einen höheren Aufwand erfordert. Alternativ kannst du einmal durch die Wohnung laufen und diese dabei filmen und das Video dann an deinen Vermieter schicken.

Mittlerweile gibt es jedoch auch 360°-Rundgänge, die das Leben eines Maklers/Vermieters/Bewohners deutlich vereinfachen in Zeiten Coronas. Dabei werden mehrere Fotos so zusammengelegt, dass sich der Wohnungssuchende durch die Wohnung bewegen kann - man kann es sich wie bei Google StreetView vorstellen.

Egal welche Methode am Ende gewählt wird, solange der potentielle Nachmieter die Wohnung nicht in Person anschaut, gilt die digitale “Besichtigung” nicht auf dem Rechtsweg. Wenn sich ein Interessent für die Wohnung entscheidet, ist sein Mietvertrag also einem Wiederrufsrisiko ausgesetzt.

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